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Der große Auftritt von »Apollo«

Gelb ist eine fröhlich stimmende Farbe mit ausgeprägter Leuchtkraft


Gelb ist die Farbe des Frühlings - und eine königliche Farbe. Im asiatischen Kulturkreis symbolisiert Gelb Macht und Herrschaft, steht aber auch für Harmonie und Glück.
Auch in Europa wird Gelb eine aufheiternde, anregende Wirkung zugesprochen. Spätestens im Frühling, wenn die Pflanzenwelt in den Parks und Gärten aus der Winterruhe erwacht, ist die wohltuende Kraft der Farbe Gelb zu spüren. Dann zeigen viele Frühlingsblüher wie Narzissen und Forsythien, dass Gelb eine fröhlich stimmende Farbe mit ausgeprägter Leuchtkraft ist. Sie reflektiert das Sonnenlicht sehr stark und fällt dadurch besonders gut auf. Kaum eine andere Farbe hat eine solche Fernwirkung. Die Wirkung wird noch verstärkt, wenn leuchtendes Gelb mit einer kräftigen, dunklen Farbe kombiniert wird.
Gelbe Blüten fallen auf, besonders vor einem dunklen Hintergrund. Die Mahonie »Apollo« hat im April und Mai ihren großen Auftritt. Dann erscheinen ihre goldgelben Blüten, die über dem dunkelgrün glänzenden Laub außerordentlich gut zur Geltung kommen. Die Mahonie ist immergrün, im Herbst und im Winter ist das Laub manchmal purpurrot bis rotbraun gefärbt, ähnlich wie die frischen Triebe im Frühjahr. Dieser dichtbuschige Frühjahrsblüher wird nur etwa einen Meter hoch und kann deshalb auch in kleinen Gärten, Vorgärten oder Pflanzgefäßen wachsen.
Eindrucksvoll sind auch die Magnolien mit ihren großen Blüten. In China wurden diese Bäume schon vor mehr als tausend Jahren geschätzt und man pflanzte sie dort gerne in Tempelanlagen. Magnolien gehören entwicklungsgeschichtlich zu einer sehr alten Pflanzenfamilie und waren vor den Eiszeiten auch in Europa heimisch. Die ausdrucksstarken Magnolienblüten sind sehr formen- und farbenreich: Es gibt Sorten, deren Blüten sternförmig sind, bei anderen erinnert die Form an überdimensional große Tulpenblüten. Das Farbenspektrum reicht von Weiß über Rosa bis hin zu dunklem Purpurrot. Inzwischen gibt es auch immer mehr gelbblühende Züchtungen, die jedoch zur Zeit noch zu den Raritäten gehören wie zum Beispiel die im April blühende »Elisabeth«.
Es sind nicht immer die Blüten, die Abwechslung in den Garten bringen. Bei der Orientalischen Gold-Fichte (Picea orientalis »Aureospicata«) sind es die Nadeln, die sie zu einer botanischen Besonderheit machen: Der junge Austrieb ist auffallend gelb, erst im Laufe des Sommers werden die neuen Nadeln grün. Der Name weist schon auf diese Besonderheit hin, denn aureus heißt goldgelb.

Artikel vom 20.04.2007